Umschuldung trotz Zinsbindung

Die Umschuldung eines Kredits kann unter entsprechenden Umständen trotz der Zinsbindung erfolgen. Eine vorzeitige Kündigung des Vertrags gewährt die Bank nur in absoluten Ausnahmefällen. In diesem Fall müssen Sie allerdings eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen. Um Ihren Kredit zwecks einer Umschuldung vorzeitig zu beenden, sind Sie demnach vor allen Dingen auf die Beireitschaft Ihrer Bank angewiesen. Denn zu Beginn Ihrer Finanzierung sind Sie einen Vertrag mit Ihrer Bank eingegangen und haben die Sollzinsbindung selbst ausgesucht. Daher heißt es normalerweise, dass Sie vor dem Ablauf dieser Zeit nicht aus dem Kreditvertrag herauskommen. Deshalb ist die Bank nicht dazu verpflichtet, Sie eher aus dem Kreditvertrag zu entlassen.

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Wann eine Umschuldung trotz Zinsbindung möglich ist

Bei einer Zinsbindung unter 10 Jahren haben Sie keine Chance, während der Zinsbindung eine Umschuldung der Finanzierung vorzunehmen. Bei einer längeren Zinsbindung hingegen von beispielsweise 15, 20, 25 oder 30 Jahren dürfen Sie nach zehn Jahren kündigen. Anschließend steht einer Umschuldung nicht mehr im Wege.

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Warum Banken bei einer Umschuldung trotz Zinsbindung nicht begeistert sind

Mit dem Abschluss eines Kredits wird in der Regel auch eine Sollzinsbindung festgelegt. Diese garantiert dem Kreditnehmer einen Festzins über eine festgelegte Laufzeit hinweg. Sollten die Zinsen während der Laufzeit steigen, finanziert der Kreditnehemer den Kredit weiterhin zu günstigeren Zinsen als sie auf dem Markt sind. Sollten die Zinsen sinken, finanziert er den Kredit teurer. Daher wollen viele Kreditnehmer eine Umschuldung vornehmen, wenn die Zinsen sinken. Davon sind Banken allerdings nicht unbedingt begeistert. In diesem Fall zahlen Kreditnehmer weniger Zinsen, sodass Banken weniger Gewinn machen.

Vorfälligkeitsentschädigung bei einer Umschuldung trotz Zinsbindung

Bevor Sie sich für eine Umschuldung entscheiden, sollten Sie einen Blick in den Vertrag werfen. Unter Umständen verlangt die Bank bei einer Umschuldung trotz Zinsbindung eine Vorfälligkeitsentschädigung. Diese Entschädigung ist eine Art Schadenersatz für die Bank. Denn mit dem Abschluss des Kreditvertrags hat die Bank festgemacht, einen Kredit über eine bestimmte Laufzeit zu einem entsprechenden Zinssatz zu finanzieren. Daher hat die Bank mit einer gewissen Höhe an Zinseinnahmen gerechnet. Diese würde sie mit einer vorzeitigen Kündigung allerdings nicht bekommen. Aus diesem Grund lässt sie sich den Zinsausfall in der Regel bezahlen.

Bürgerliches Gesetzbuch
  1. Buch 2 – Recht der Schuldverhältnisse (§§ 241 – 853)
    Abschnitt 8 – Einzelne Schuldverhältnisse (§§ 433 – 853)
    Titel 3 – Darlehensvertrag; Finanzierungshilfen und Ratenlieferungsverträge zwischen einem Unternehmer und einem Verbraucher (§§ 488 – 515)
    Untertitel 1 – Darlehensvertrag (§§ 488 – 505e)
    Kapitel 1 – Allgemeine Vorschriften (§§ 488 – 490)
    㤠489
    Ordentliches Kündigungsrecht des Darlehensnehmers
    (1) Der Darlehensnehmer kann einen Darlehensvertrag mit gebundenem Sollzinssatz ganz oder teilweise kündigen,

1. wenn die Sollzinsbindung vor der für die Rückzahlung bestimmten Zeit endet und keine neue Vereinbarung über den Sollzinssatz getroffen ist, unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von einem Monat frühestens für den Ablauf des Tages, an dem die Sollzinsbindung endet; ist eine Anpassung des Sollzinssatzes in bestimmten Zeiträumen bis zu einem Jahr vereinbart, so kann der Darlehensnehmer jeweils nur für den Ablauf des Tages, an dem die Sollzinsbindung endet, kündigen;
2. in jedem Fall nach Ablauf von zehn Jahren nach dem vollständigen Empfang unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten; wird nach dem Empfang des Darlehens eine neue Vereinbarung über die Zeit der Rückzahlung oder den Sollzinssatz getroffen, so tritt der Zeitpunkt dieser Vereinbarung an die Stelle des Zeitpunkts des Empfangs.
(2) Der Darlehensnehmer kann einen Darlehensvertrag mit veränderlichem Zinssatz jederzeit unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten kündigen.
(3) Eine Kündigung des Darlehensnehmers gilt als nicht erfolgt, wenn er den geschuldeten Betrag nicht binnen zwei Wochen nach Wirksamwerden der Kündigung zurückzahlt.
(4) 1Das Kündigungsrecht des Darlehensnehmers nach den Absätzen 1 und 2 kann nicht durch Vertrag ausgeschlossen oder erschwert werden. 2Dies gilt nicht bei Darlehen an den Bund, ein Sondervermögen des Bundes, ein Land, eine Gemeinde, einen Gemeindeverband, die Europäischen Gemeinschaften oder ausländische Gebietskörperschaften.
(5) 1Sollzinssatz ist der gebundene oder veränderliche periodische Prozentsatz, der pro Jahr auf das in Anspruch genommene Darlehen angewendet wird. 2Der Sollzinssatz ist gebunden, wenn für die gesamte Vertragslaufzeit ein Sollzinssatz oder mehrere Sollzinssätze vereinbart sind, die als feststehende Prozentzahl ausgedrückt werden. 3Ist für die gesamte Vertragslaufzeit keine Sollzinsbindung vereinbart, gilt der Sollzinssatz nur für diejenigen Zeiträume als gebunden, für die er durch eine feste Prozentzahl bestimmt ist.“

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Fazit Umschuldung trotz Zinsbindung

Mit der Umschuldung eines Ratenkredits können Sie sehr oft viel Geld sparen. Allerdings sind nicht alle Banken dazu bereit, eine Umschuldung trotz Zinsbindung zu gewährleisten. Sollte die Bank dennoch eine Umschuldung ermöglichen, müssen Sie in der Regel mit einer Vorfälligkeitsentschädigung rechnen. In diesem Fall müssen Sie nachrechnen, wie hoch die Entschädigung ausfällt und ob sich die Umschuldung trotz Zinsbindung auch weiterhin lohnt.

Kredit Umschuldung lohnt sich das

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